Chronik 1953-2002
Im Juli 1953 kamen einige musikbegeisterte Männer ihrem Wunsch nach, den Spielmannszug, wie er bereits schon vor Jahren in der Gemeinde bestand, wieder ins Leben zu rufen. Die anderen Vereine des Dorfes entschlossen sich zu einem Spielmannszug, der den Namen "Spielmannszug der Gemeinde Uschlag" erhielt. Zu Anfang fanden die Proben in der "Gastwirtschaft Beumler" und in der Baracke auf dem Sportplatz statt.Als die Gemeinde eine Turnhalle baute, wurde die Baracke der Gemeinde abgekauft.Ein Landwirt stellte auf Pachtgrundlage das Grundstück in der Nähe des Friedhofs zur Verfügung, so dass in Eigenarbeit die Hütte am Sportplatz abgebaut und auf dem gepachteten Grundstück wieder errichtet wurde. Am 13. August wurde der Übungsraum unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und vieler Ehrengäste eingeweiht. Im Februar 1966 wurde der Spielmannszug Uschlag ein selbstständiger Verein. Der große Einsatz der Spielleute machte den Spielmannszug weit über die Grenzen Uschlags bekannt.
Der damals kleine Spielmannszug repräsentierte den Landkreis Hann. Münden beim Landturnfest in Göttingen. Viele große musikalische Auftritte folgten. Die Mitgliederzahl wuchs stetig. Übungsleiter war von 1953 bis zu seinem Unfall 1965 Heinrich Bettenhausen aus Heiligenrode. Danach erklärten sich Günter Pfurr und Robert Landgräfe bereit, die Übungsstunden für Trommeln und Flöten abzuhalten. Am 21. Dezember 1973 zerstörte ein Feuer das Vereinsheim mit dem kompletten Inventar. Eine Spendenaktion der Bürger Staufenbergs, des Landkreises Göttingen, der Regierung Hildesheim, sowie der Erlös eines Musikabends unter der Mitwirkung des Gesangvereines Uschlag, des Musikzuges Eschenstruth und der Volkstanzgruppe Rhumspringe ermöglichte den Neubau des Spielmannszughauses. Besonders zu erwähnen ist der persönliche Einsatz des damals 1. Vorsitzenden Georg Kleinert. In der Zeit des Neuaufbaus stellte Heinrich Herr kostenlos ein leerstehendes Haus für die Übungsstunden zur Verfügung. Nach 1-jähriger Bauzeit stand das neue Haus für den Übungsbetrieb wieder zur Verfügung. Der Eintrag in das Vereinsregister wurde am 12. Oktober 1976 unter dem Vorsitz von Walter Schön getätigt und das Grundstück, auf dem das Spielmannszughaus steht , gekauft. Eine Fanfarengruppe wurde eingebunden und eine Schülergruppe von ca. 22 Personen musste gebildet werden. Im Herbst 1977 übernahm Karl-Heinz Hahn die musikalische Leitung. An der Produktion der Schallplatte "Klingende Grüße aus dem Naturpark Münden" wurde sich im November 1977 beteiligt. In den folgenden Jahren wurde von Georg Kleinert eine Akkordeongruppe aufgebaut. Unter der Leitung von Alois Langstein und unter hartem Einsatz der Schüler wurde die Akkordeongruppe in vielen Teilen des Landkreises vorgestellt. Unter dem Vorsitz von Gerhard Gerke wurde die Akkordeongruppe übernommen und eine gemeinsame Fahrt mit dem Spielmannszug nach Frankreich in die Partnerstadt von Hann. Münden Suresnes unternommen. 1983 wurde das 30-jährige Bestehen unter Mitwirkung der nachbarlichen Musikvereine aus Nieste, Escherode und Sandershausen im "Gasthaus zur Krone" gefeiert. Nach dem Ausscheiden von Alois Langstein wurde die Akkordeongruppe von Manfred Heidler, der ein gutes Verständnis und einen neuen Stil mitbrachte, übernommen. Höhepunkt war ein Auftritt in der Stadthalle Korbach. Durch ausscheidende Mitglieder und Nachwuchsproblemen musste die Akkordeongruppe schweren Herzens aufgegeben werden.
Ab Oktober 1989 hielt Herr Nascke die Übungsstunden ab und brachte den Spielleuten das Musizieren nach Noten bei. Die Einsätze 1990 waren wegen schlechter Beteiligung und Nachwuchsmangel gefährdet. Wie in so manchen Jahren richtet der Spielmannszug 1990 die Kirmes in Uschlag aus. Im Oktober 1992 folgte Herr Jahnke als Übungsleiter. Vom 23. - 25. Juli 1993 veranstaltete der Spielmannszug zu seinem 40-jährigen Jubiläum ein großes Open-Air-Sommerfest mit Tanzbühne am Spielmannszughaus. Allein Freitags zur Open-Air-Disco kamen 400 Tanzwütige. Im Jahr 1994 war der Spielmannszug nicht spielfähig, daraufhin wurde wieder verstärkt Werbung betrieben. 1995 wiederholte man die Open-Air-Disco am Spielmannszughaus. Unter der Leitung des neuen Übungsleiters Carsten Christmann wurden 1997 die ersten gemeinsamen Auftritte mit den Spielleuten des TSV Heiligenrode durchgeführt. Die Zusammenarbeit verlief harmonisch. Im Februar 1998 wurde gemeinsam ein Blasorchester gegründet. Am 03. Dezember 1999 wurde ein Ehemaligentreffen organisiert. Eine Fotoausstellung konnte bewundert werden. In geselliger Runde wurden einige Märsche gespielt. Ab dem Jahr 2000 ging es trotz des Endes der Zusammenarbeit mit den Spielleuten des TSV Heiligenrode wieder stark bergauf. Es standen 37 aktive Spielleute aus den reihen des Spielmannszuges zur Verfügung. Es wurden 17 Auftritte durchgeführt. Am 1. Mai 2002 konnten die Langersehnten neuen Uniformen der Öffentlichkeit präsentiert werden. Diese Anschaffung wurde durch Spenden von Privat- und Geschäfftsleuten ermöglicht. Vielen Dank hierfür. In diesem Jahr fanden 30 musikalische Auftritte unter der Mitwirkung des Spielmannszuges Uschlag statt. Der größte darunter war am 30. Juni beim größten Schützenfest der Welt in Hannover. Wir reisten mit 2 Bussen in die niedersächsische Landeshauptstadt. Für aktive und passive Mitgereiste ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergessen wird. Auch wurde in diesem Jahr wieder eine Frauengruppe gebildet, die sich 1-mal wöchentlich im Vereinsheim trifft und das Vereinsleben mit der Planung und Durchführung von Grillfesten und anderweitigen Freizeitveranstaltungen bereichert. 2002 wurde das 2-mal järlich stattfindende Dartturnier für Jung und Alt ins Leben gerufen. Neben zahlreichen anderen Auftritten zählt ein Engagement für 4 Auftritte vor der Sommerpause des Staatstheaters Kassel das Stück "Sein oder Nichtsein" zum Highlight des Jahres. Weitere Auftritte die die Welt bedeuten, folgten in der Herbstzeit.